Sonntag, 28. Februar 2010

Großes Abenteuer

Als wir unseren letzten Beitrag geschrieben haben waren wir kurz davor, eine große Strecke zu fahren und die guten Nachrichten zuerst: Wir sind gesund und ohne Probleme durchgekommen!

Alles in allem haben wir von Esperance bis Port Augusta (was die erste größere Stadt war) 3 Tage gebraucht und sind gute 1900km gefahren.
Am ersten Tag sind wir morgens ins Esperance aufgebrochen, haben noch einmal vollgetankt, den Reservekanister gefüllt, eingekauft und uns dann auf den Weg gemacht. Unser Plan sah vor, jeden Tag so um die 700km zu schaffen, allerdings nur maximal bis zur Dämmerung zu fahren, denn ab dann werden die Kängurus wieder aktiv und hüpfen einfach ohne zu gucken über die Straße.
Der erste Tag war noch ganz lustig, wir waren beeindruckt vor den ewigen Weiten in denen einfach nichts zu sehen und keine Spur von menschlichem Leben zu finden war, haben tote Kängurus am Straßenrand gezählt und sind einfach gefahren. Ein ganz klein wenig erschreckend war es zu sehen, wie viele überschlagende, ausgebrannte und liegengebliebene Autos am Straßenrand waren. Macht einem doch deutlich, dass wenn was passiert, man nicht auf viel Hilfe hoffen kann, außer dass man mitgenommen wird.
Zwischendurch kamen wir auf Australiens längste gerade Strecke, die wirklich für knapp 150km schnurrgerade verläuft. Abends haben wir auf der Strecke angehalten an einem Rastplatz, es waren schon zwei Autos mit Wohnwagen dort und im Laufe des Abends kamen noch weitere 2 Camperwagen. Mit uns also 5 Autos, doch relativ gefüllt im Vergleich zu dem Verkehr, den man tagsüber auf der Straße trifft.
Das Kochen gestaltete sich ein wenig kompliziert, denn um uns herum war nichts von Bäumen oder sonstigen Windstoppern zu sehen, wir mussten unsere Kocher verschanzen, damit überhaupt genug Hitze ans Essen kam. Die angepriesene Toilette war ein ganz schlichtes Plumpsklo und nicht wirklich einladend, aber nunja, ein wenig muss man auf Komfort wohl verzichten in mitten von Nichts.



Am zweiten Tag sind wir früh aufgestanden, unsere Motivation, so schnell wie möglich durch diese Einöde durchzufahren war doch schon merklich gestiegen, und auch schnell aufgebrochen, gefrühstückt wurde während der Fahrt, man musste ja nur geradeaus fahren, und die Geschwindigkeit halten, wer anders war nicht zu sehen auf der Straße.
Beim ersten Versuch wollte der Motor nicht sofort anspringen, aber so etwas beunruhigt uns nicht im Geringsten, ist schließlich ein altbekanntes Problem mit mittlerweile 3 verschiedenen Lösungsansätzen (Automatik auf P nochmal richtig einrasten lassen, mit der Batterie „diskutieren“, mit dem kleinen, zylinderförmigen, grauen Kasten am Motor „diskutieren“, wobei diskutieren hier für „mit dem kleinen Holzstück verprügeln“ steht).
Über Nacht hatte sich der Straßenrand wieder mit allerlei frischen (bzw. nicht mehr ganz so frischen) Kängurus gefüllt, die in der vorherigen Nacht gestorben waren. Wir haben bestimmt 10 - 15 frisch überfahrene Kängurus gezählt, bis wir aufgehört haben zu zählen. Meistens sah man sie daran, dass sich ein paar Aasfresser über sie hermachten, meistens größere, schwarze Vögel und alle 4 oder 5 Kängurus sah man einen Adler auf dem Känguru sitzen. Das war schon sehr beeindruckend, wir haben bestimmt 10 wilde Adler gesehen an dem Tag, riesige und sehr imposante Tiere!
Im Verlauf des Tages sind wir noch einem wilden Dingo begegnet, dem man sich auch wirklich nicht nähern wollte, haben Radfahrer überholt, die die Strecke auf ihrem Fahrrad zurücklegen wollen, sind durch noch mehr Nichts gefahren, haben einen ausgebrannten LKW am Straßenrand gesehen und die Grenze nach Südaustralien überquert. Von da an sah es wieder halbwegs überlebbar aus, wir sind nämlich am Meer entlang gefahren. Haben sehr schöne Klippen gesehen und abends dann $8 bezahlt, um auf dem Campingplatz eines Roadhouses schlafen zu können, die noch Duschen, Strom und richtige Toiletten anboten. Sehr günstig und wie man merkt: Wir hatten uns doch schon wieder sehr stark der Zivilisation genähert.

Diese Roadhäuser machen es auch erst möglich, überhaupt von Osten nach Westen zu fahren, denn außer einem Roadhouse alle 200km gibt es einfach nichts an menschlichem Leben. Sie sind Tankstelle, Raststätte, Campingplatz, Tante-Emma-Laden, Werkstatt und Souvenirshop in einem. Wer auch immer dort arbeitet bleibt auch dort für eine Weile, denn nach der Arbeit nach Hause fahren geht einfach nicht. Viele Backpacker werden als Köche oder ähnliches in Roadhäusern eingestellt, denn außer Pommes, Steak und Bier wird wenig variiert, behaupte ich jetzt mal.

Von dem Campingplatz aus hat es uns nochmal einen ganzen weiteren Tag gekostet bis zu unserem nächsten Nachtlager in Port Augusta, die erste Stadt hinter der Nullabor Plain die es auch verdient, so genannt zu werden. Wir hatten einen Pool, viele Nachbarn und konnten wieder in einem Supermarkt einkaufen gehen =)
Die Spritpreise hatten sich auch wieder normalisiert, von $1,30/L in Bunbury bis hin zu $1,86/L mitten im Nirgendwo wieder runter auf $1,20/L. Das heißt, wir haben maximal 1,25€/L bezahlt, normalerweise zahlen wir zwischen 0,80€/L und 0,90€/L.
Den Verbrauch auf langer Strecke haben wir auf 11L/100km gebracht, im Stadtverkehr ein wenig höher, die Beschleunigung am Anfang frisst einfach zu viel.



Von Port Augusta ging es ohne größere Umschweife weiter nach Adelaide am nächsten Tag, wo wir nach sehr langer Zeit mal wieder in einer Großstadt waren und uns direkt wieder bewusst wurde, warum wir ein Auto und raus aus den Städten wollten. Haben eine Nacht in einem sehr schönen aber teuren Campingplatz am Meer verbracht, einen schönen Sonnenuntergang am Strand gesehen und dabei in unseren Campingstühlen gesessen (endlich!), unsere Wäsche gewaschen und sind dann am nächsten Tag direkt weiter gefahren in Richtung Melbourne und Great Ocean Road.
Wieder schlappe 600km weiter haben wir dann in Heywood übernachtet, kleines Dorf, nichts los, wir wollten auch noch ein wenig weiter, aber es dämmerte schon und wir waren relativ ländlich, da hält man hier lieber an.
Auf dem Weg dorthin sind ein einziges Mal falsch abgebogen, was uns wohl zu dem allerblausten See der Welt geführt hat. Hätten wir sonst verpasst und wären einfach so dran vorbeigefahren, schon praktisch wenn man hin und wieder vom Weg abkommt.
In Heywood haben wir uns dann ein wenig über unsere Zukunft unterhalten und Pläne geschmiedet und dabei kam raus, wir geben uns zwei Tage für die Great Ocean Road und fahren dann anschließend nach Tasmanien. Daraufhin haben wir uns auch direkt im Internet Tickets für die 7-stündige Fährfahrt gebucht. Nach Tasmanien wird dann das Auto verkauft, der Rest ist mit dem Zug/Bus erreichbar oder wird mit Touren gemacht.



Am nächsten Tag haben wir uns also auf den Weg zur Great Ocean Road gemacht, haben auch ca. 100km geschafft bis es plötzlich mitten in der Fahrt auf einmal laut zischte/knallte/ein lautes Geräusch machte und der Wagen sich nicht mehr beschleunigen lies. Lisa, die auch diesmal gefahren ist, fuhr also an den Straßenrand, Warnblinker, kennen wir ja alles schon. Dieses Mal ließ sich das Auto allerdings nicht wieder starten und nach kurzem Herumprobieren wussten wir, wir brauchen wiedermal Hilfe.
Kurz darauf hielt ein Auto mit einem netten Ehepaar an, die schauten sich das Ganze mal kurz an und ließen uns dann von ihrem Handy aus den RAC (=ADAC) anrufen, damit die uns helfen können. Schlappe 20 Minuten später kam auch ein RAC Auto vorbei, der Mechaniker schaute sich das Ganze ebenfalls mal an, spielte überall ein wenig rum, kontrollierte alle möglichen Verbindungen, schraubte Teile ab und baute sie neu ein und kam dann zu dem Schluss: Es ist was Ernstes, er schleppt uns jetzt in die nächste Stadt ab und da schauen wir weiter.
Wir wurden also mit einem Seil an sein Auto gespannt und Lisa musste mitbremsen und -lenken, um das Auto schön hinter ihm zu halten.



Als wir dann bei ihm ankamen hat er sich das Auto nochmal angeschaut, diesmal mit einem Kollegen und sie kamen zu dem Ergebnis: Es ist nicht ernst, es ist sehr ernst, es wäre ein Problem mit dem Timing im Motor und um das zu reparieren müsste man den ganzen Motor auseinander nehmen, ein passendes Ersatzteil auftreiben, was sich auf Grund des Alters unseres Autos als sehr schwierig gestalten würde, und müsste mehrere Arbeitsstunden bezahlen, alles in allem also bestimmt mehrere hundert Dollar. In der Stadt gäbe es auch keinen Mechaniker bis nächste Woche laut ihm, er könnte aber einen der Schrottplätze anrufen um das Auto abzuholen, dann würden für uns keine Kosten mit der Entsorgung entstehen, wenn wir wollen würden die dann morgen kommen.
Aha, STOP, das geht mir hier zu schnell, wir kommen gleich wieder.
Wir haben uns dann mal ein wenig in dem Ort umgesehen, zufälliger Weise gab es ein YHA (=Jugendherberge) dort, das einzige in einem Umkreis von 200km und so sind wir nochmal zurück, haben ihn gefragt ob er denn sonst einen Mechaniker in der Stadt kennt und er hat uns die Nummer von 2 Mechanikern gegeben und uns noch einmal gesagt, er würde, auf unseren Wunsch natürlich, den Schrottplatz anrufen.

Wir sind dann los, haben von einer Telefonzelle aus den Mechaniker angerufen, der grade von der Arbeit nach Hause gekommen war und uns direkt zusagte, sofort zum Auto zu kommen um mal einen Blick darauf zu werfen.
Keine 5 Minuten später war er da und das Erste was er herausfand: Es ist kein Problem mit dem Timing. Er hätte das aber schon öfters erlebt, dass der Typ vom RAC falsche Prognosen abliefert und müsste öfters die Leute umstimmen, dass es etwas anderes ist.
Er hat ein wenig bei uns herumgebastelt und festgestellt, dass das Benzin durchkommt, das Timing vom Motor stimmt, die Batterie läuft noch, die Zündkerze sendet einen Funken der allerdings nicht in den Zylindern ankommt.
Seiner Meinung nach müsste es also ein Problem mit dem Distributor (=Verteiler?) sein, der den Funken an unsere 6 Zylinder verteilen sollte. Er hat sich unseren Distributor ausgebaut und mitgenommen um zu schauen, ob er so einen irgendwo gebraucht auftreiben kann. Er würde sich melden, wenn es etwas Neues gibt, allerdings sollten wir nicht damit rechnen, dass das Auto heute wieder funktioniert.

Wir haben dann im YHA eingecheckt, haben unsere Rucksäcke mal wieder wie echte Backpacker auf dem Rücken getragen (immerhin vom Auto in unser Zimmer), sind Einkaufen gegangen und haben uns damit abgefunden, eine oder mehrere Nächte in Port Fairy zu verbringen.
Port Fairy ist der Name der Stadt, in die es uns diesmal verschlagen hat und ich muss sagen: es hätte uns deutlich schlimmer treffen können! Süßes kleines Städtchen direkt am Meer mit einem Supermarkt und vielen netten Ecken.
Das Hostel war auch sehr schön, fast schon häuslich und das Allerbeste: Ich habe ein Lustiges Taschenbuch im Bücherschrank gefunden. LTB 309(?), Stromausfall in Entenhausen und es war wirklich toll mal wieder ein Comic zu lesen!
Wir sind abends ein wenig auf einer kleinen Insel spazieren gewesen, hatten einen sehr schönen Sonnenuntergang und haben um die 20 Wallabies (kleine Kängurus) gesehen, die überall aus den Büschen guckten. Haben sogar ihre Spuren am Strand gefunden und verfolgt, sind allerdings im Nichts verlaufen :(
Ein Vater aus Melbourne, der mit seinen beiden kleinen Jungen auf der Insel unterwegs war hat uns erzählt wir sollten warten bis es dunkel wird, weil dann die ganzen Vögel vom Fischen auf dem Meer zurück zu ihren Nestern/Bauten kommen und alles voll mit Vögeln wäre. Wir haben probiert lang genug zu bleiben, allerdings gibt es hier so viele Mücken, das wir nach ner viertel Stunde zum Rückzug geblasen haben. Lisa ist in der Beziehung doch weitaus attraktiver als ich, ich habe vllt. 3 Mückenstiche insgesamt, wohingegen sie 4 allein auf dem großen Zeh ihres linken Fußes hat ... (neuste Zählungen ergeben 30 an beiden Füßen, wir werden bald nur noch Quadratzentimeter auszählen und anschließend hochrechnen)



Wie auch immer, als wir nachmittags vom Einkaufen wiederkamen, hat uns die sehr nette Besitzerin des Hostels mitgeteilt, dass der Mechaniker dagewesen wäre, er hätte ein passendes Teil gefunden und wird es entweder morgen vor oder nach der Arbeit einbauen. Wir sind also relativ ruhig eingeschlafen und haben entspannt auf den nächsten Tag gewartet.

Morgens sind wir dann in Ruhe aus dem Zimmer raus und durften den restlichen Tag noch im Hostel bleiben und haben auf ein Zeichen des Mechanikers gewartet. Ich habe ihn dann, als ich etwas aus dem Auto holen wollte, zufällig entdeckt wie er grade dabei war, den neuen Distributor einzubauen.
Ich habe mir das Spektakel angeschaut, wieder ein wenig über den Motor des Autos gelernt (langsam machen diese ganzen Kabel und Gerätschaften Sinn, erschreckend!) und miterlebt wie es - nicht funktionierte. So ein Mist (wer mich kennt ergänzt noch weitere Wörter an dieser Stelle), der Mechaniker war ein wenig frustriert, hat sich das Ganze noch einmal überlegt und kam zu dem Entschluss, dass das neue Teil auch kaputt sein müsste, er hat es gebraucht vom Schrottplatz bekommen und natürlich keinerlei Funktionsgarantie, was nicht die Regel ist, aber vorkommen kann. Ist dann wieder nach Hause gefahren um zu schauen, ob er noch ein anderes Teil auftreiben kann. Ich durfte Lisa dann in der Zwischenzeit berichten, dass unser Auto immer noch kaputt ist und während wir noch so überlegten, was wir denn jetzt zu tun gedenken, kam der Mechaniker hereinspaziert um uns mitzuteilen, dass das Auto wieder läuft und vor der Tür steht. Er hätte im Nachbarort ein Ersatzteil auftreiben können und wäre eben dort vorbeigefahren und noch viel wichtiger: diesmal läuft’s!

Wer sich erinnert: Wir hatten vor ein paar Tagen eine Fähre von Melbourne nach Tasmanien gebucht und die würde am nächsten Morgen ablegen. Wir wollten dort schon anrufen und das Datum ändern, aber jetzt hatten wir ja wieder eine realistische Chance, das Auto stand ja vor der Tür und lief.
Wir haben nur noch unsere Sachen geschnappt, uns ins Auto gesetzt und uns auf den Weg nach Melbourne gemacht.

Sind dort auch zeitig angekommen, die Suche nach einem Campingplatz gestaltete sich jedoch ein wenig schwierig, der erste war ziemlich heruntergekommen, der zweite völlig überteuert und ausgebucht und der dritte am anderen Ende der Stadt. Für 20km von einem zum anderen Campingplatz haben wir bestimmt ne Stunde gebraucht, wir waren mitten im Berufsverkehr. Das war vllt. ein Schock, vor ein paar Tagen waren wir noch froh, mal wieder ein Auto zu sehen und jetzt hatten wir auf einmal viieell zu viiieeeelleeee davon.

Waren abends noch Einkaufen, haben uns ein wenig Proviant für die Überfahrt am nächsten Tag geschmiert und sind dann ins Bett gegangen. Was wir abends beim Einschlafen noch nicht wusste: am nächsten Morgen wird eine Katastrophe nach der nächsten über uns herfallen.

Es fing ganz gut an, der Wecker klingelte zeitig, wir duschten und stellten dann fest, dass die Küche erst um 8 Uhr morgens wieder aufgeschlossen wird, warum auch immer. Das heißt, unser gesamter Proviant und alles, was wir sonst noch in Kühlschränken gelagert haben, ist bis um 8 Uhr unerreichbar und die Fähre legt planmäßig um 9 Uhr ab. Vom Campingplatz zum Hafen ist es wiedermal quer durch die gesamte Stadt und wie wir dann erst herausfanden, Check-In ist nur von 06:30am - 08:15am. Wir müssen also innerhalb von 15 Minuten von einem Ende der Stadt bis zum anderen rasen, ansonsten legt das Schiff ohne uns ab.
Wir haben dann eiskalt den Notschalter an der Rezeption gedrückt und jemanden rausgeklingelt, der uns die Küche aufschließt (mittlerweile war es 10 vor 8), haben uns unsere Sachen geschnappt und sind losgefahren.
Wir hatten uns grade 500m vom Campingplatz entfernt da ging der Motor aus. Einfach so. Wir standen ganz vorne an einer Kreuzung und bei uns ging gar nichts mehr. Super. Motorhaube, die Batterie verprügelt, auf den Anlasser eingedroschen, nichts passierte. Blöde Sache, neben uns hielt wiedermal jemand an, guckte sich das Ganze mal an, drehte den Schlüssel und der Motor sprang an. Fragt mich nicht, vllt. ist er professioneller Autoflüsterer oder so, auf jeden Fall konnte unsere rasante Fahrt in Richtung Hafen weitergehen.
Als wir uns endlich auf einer größeren Straße befanden kam der nächste Hammer. Die Straße war gesperrt, wir mussten einem umständlichen Umweg durch kleine Hintergassen folgen nur um uns dann schlussendlich zu verfahren. So ein Mist, zu diesem Zeitpunkt hatten wir ca. genau 08:05 und noch 10 Minuten. Da wir ja durchaus realistisch sind, haben wir resignierend den Laptop hochgefahren und die Nummer der Fährgesellschaft rausgesucht und sonntags morgens um kurz nach 8 mit einem echten Menschen gesprochen. Sehr schön, er hat uns angeboten das Datum für uns zu ändern, da unsere Chancen es noch rechtzeitig zu schaffen doch eher schlecht stehen. Hat uns nur schlappe $20 Umbuchungsgebühr gekostet und wir fahren jetzt anstelle von diesem Sonntag ganz einfach nächsten Sonntag um dieselbe Uhrzeit.
Schön, unser gesamter Plan war somit für die Katz und wir hatten plötzlich eine Woche Zeit in und um Melbourne. Da wir aber in Australien sind, es hier nie langweilig wird und man immer was Neues sehen kann haben wir uns direkt auf den Weg zur Great Ocean Road gemacht, die ja eh geplant war, aber mittlerweile auf nach Tasmanien verschoben wurde.
Saßen ja mit gepackten Taschen und großer Reiselust morgens früh im Auto ...

Wir sind jetzt also nicht wie geplant in Tasmanien sondern befinden uns zur Zeit auf einem Campingplatz direkt am Meer in Apollo Bay auf der Great Ocean Road, werden morgen noch den Rest machen und dann mal schauen was es hier sonst noch so gibt. Phillip Island reizt uns noch, da gibt es Pinguine (ja, SO kalt ist es hier nämlich, ist gar nicht mehr warm zur Zeit =( ) und sonst schauen wir einfach mal.

Freut euch schon mal auf den nächsten Beitrag, wir sind heute schon wieder einer Menge wilder Tiere begegnet. Viele Grüße aus unserem kleinen grünen Heim wünschen euch,

Justus & Lisa

P.S.: Dieser Beitrag heißt „großes Abenteuer“ weil sich in dem Wort Abenteuer ja das Wort teuer versteckt und da wir hier sooo viel Geld ausgeben, haben wir doch ein großes Abenteuer. Sagt Lisa.

Samstag, 20. Februar 2010

On the Road again

Unfassbare Dinge geschehen, wir sind wieder unterwegs und (endlich) nicht mehr in Bunbury! Bunbury war zwar echt schön und ne geile Zeit mit vielen unvergesslichen Erfahrungen aber irgendwie waren 2 Monate dann zum Ende hin doch ein wenig lang und wir sind glücklich, wieder unterwegs zu sein.

Unsere letzten Wochen in Bunbury waren selbstverständlich nochmal sehr ereignisreich. In unserer vorletzten Woche fing ein neues Mädchen im Dolphin Centre an, die aus der Gegend um Bunbury kam (das ist hier ja alles ein wenig weiter gefasst), und uns spontan zu einer Geburtstagsfeier am Freitagabend zu ihr nach Hause einlud, sie lebt mit 3 Jungs in nem Haus, alles Musiker, es werden viele Bands auftreten, es wird gegrillt und es gibt Bier, wir hätten also keinen Grund nicht zu kommen.
Wir haben uns also freitags auf den Weg zu ihr gemacht, haben Taka und Nami mit eingepackt, und sind unsere erstere größere Strecke mit dem Auto gefahren. Auf dem Hinweg ist uns ein kleineres Missgeschick passiert, denn als ich im Radio einen Sender mit Country Musik entdeckt habe, musste ich mich einfach dazu passend rhythmisch im Takt bewegen und stieß dabei ausversehen mit meinem Ellbogen gegen den Schaltknüppel. Dies wiederum reichte aus, um von D, wie Dauer, auf P, wie Parken, zu schalten. Kam nicht so toll bei 80km/h, kurz links ran gefahren (ist ja alles verkehrt herum hier), Motor wieder angemacht und weitergefahren.
Die Party war ganz nett, war bei nem Haus mitten im Wald und es war noch recht viel Familie da, wir waren ein wenig ausgeschlossen, aber dafür gab es lecker was zu essen. =)



Am nächsten Tag mussten wir dann zum ersten Mal mit unserem Auto diskutieren, es wollte einfach nicht mehr angehen. Damals hab ich gedacht, ich hätte es kaputt gemacht und war zutiefst besorgt, aber heute gehört es schon zum Alltag dazu. Die Kontakte der Batterie sind ein wenig lose, wenn wir ein wenig auf ihnen herum trommeln startet er wieder. Haben uns dafür schon extra einen handlichen Stock im Handschuhfach bereitgelegt und immer in Reichweite.

Als wir dann unsere letzten Tage in Bunbury hatten, haben uns die Inder eingeladen zu einer Abschiedsfeier, haben extra mildes Curry gekocht damit auch Lisa mitessen kann (ich habe beinahe jeden Abend mit ihnen gegessen und fand es sehr lecker, Lisa schossen alleine vom Riechen normalerweise die Tränen in die Augen, so scharf soll es gewesen sein), hat allerdings nicht ganz geklappt, erst am zweiten Abend war es einigermaßen genießbar.
Dazu gab es immer selbstgemachte dünne Teigfladen (Chabatti oder so ähnlich heißen die), von der man Stücke abriss und mit einer bestimmten Falttechnik zu einer Schaufel verwandelte, mit der dann das Curry-Chilli-Gericht gegessen wurde. Das wurde ohne mit der Wimper zu zucken morgens, mittags und abends so gegessen, während der ganzen Zeit in der wir da waren.



Zwei oder drei Tage vor unserer Abfahrt aus Bunbury ging dann noch unser Laptop kaputt, fuhr einfach nicht mehr hoch sondern blieb beim Windows XP Ladebildschirm hängen, der blaue Ladebalken konnte stundenlang durchlaufen.
Alle Versuche es selbst zu retten brachten nichts, wir haben sogar Windows von nem USB-Stick gebootet um auf unsere Daten zugreifen zu können, hat allerdings auch nicht funktioniert, sodass wir uns dazu entschlossen haben, das Problem professionell anzugehen, unsere Daten von einem Computershop sichern zu lassen und dann anschließend den ganzen PC neu aufzusetzen. Wir haben uns dann deshalb eine externe Festplatte gekauft, diese mit dem PC bei einem Computerladen abgegeben und kamen ein paar Stunden wieder mit einem Backup unserer Daten auf der externen Festplatte.
Beim anschließenden Hochfahren lief es überraschender Weise wieder, Windows hat einmal die Festplatte geprüft, repariert und seitdem läuft es wieder! Der PC-Laden hat nichts anderes gemacht, als die Platte auszubauen, die Daten zu kopieren und sie wieder einzubauen, von daher kann ich mir nicht genau erklären weshalb es wieder geht, Fakt ist aber es läuft und alle sind glücklich, uns hat die ganze Sache $165 gekostet, allerdings ist darin die Festplatte enthalten, die wir jetzt zur Datensicherung mit uns herumtragen, das Backup kostete nur $80.
An dieser Stelle vielen Dank an jeden, der ein wenig für uns gespendet hat, im Verlauf der nächsten Tage werden wir es noch dringend brauchen...
Ein paar letzte Impressionen aus Bunbury, danach gibt’s wieder was neues zu sehen!



Wir sind dann am Montag von Bunbury aus mit einem funktionierenden Laptop und Nami samt Bergen an Gepäck in Richtung Margaret River aufgebrochen.
Ein Bekannter von ihr ist schon 2 Wochen dort und hat dort jetzt einen Job gefunden, von daher war sie ganz zuversichtlich mit uns dort noch eine Weile zu arbeiten, denn wir hatten ihr gesagt, wenn wir direkt einen Job bekommen, würden wir eine Weile bleiben.
Auf dem Weg dorthin standen wir das erste Mal in unser bisherigen Zeit im Stau, der Highway wurde neugemacht und eine Fahrtrichtung musste immer komplett gestoppt werden, anders kommt es hier nie zu einem Stau. Während wir da also im Stau stehen und uns langweilen rutscht mein Fuß von der Bremse und unsere Automatik setzt das Auto in Gang und wir stupsen das nächste Auto an. Großer Schock, kleiner Effekt, ist nicht passiert und wir konnten unbehelligt weiterfahren.
In Margaret River angekommen haben wir praktisch sofort die Arbeitsvermittlungen abgeklappert und bei allen hieß es „Zur Zeit haben wir leider keine Jobs, in 7 - 10 Tagen sollte es richtig losgehen und bis dahin sammeln wir Leute.“ Schön, laut den Hostelbesitzern warten zur Zeit ca. 2000 Leute auf Jobs in Margaret River und die werden dann nach dem Zufallsprinzip verteilt.
An dem Abend haben wir folgenden Entschluss gefasst: Wir lassen das mit den Jobs sein, wir haben unsere eingeplante Zeit für Arbeit mit unbezahlter Arbeit in Bunbury verbracht und wir würden es wieder so machen, ab sofort haken wir das Kapitel Arbeit ab und Reisen einfach nur noch, ansonsten läuft uns auch einfach die Zeit davon.

So kam es dann, dass wir Margaret River bereits am Dienstag wieder verließen und uns auf unsere große Reise in Richtung Cairns machten.



Am ersten Tag haben wir uns zuerst den Strand und die Küste bei Margaret River angeschaut, die berühmt ist unter Surfern und uns dann auf den Weg in Richtung Pemberton gemacht. Hier ist uns zum ersten Mal bewusst geworden, wie groß doch der Unterschied zwischen deutschen Autobahnen und australischen Autobahnen ist. Selbst unsere Landstraßen sind lange nicht so grün wie das, was uns bisher begegnet ist. Wir fahren praktisch seit mehreren Tagen nur durch einen riesigen Wald.



Nicht ganz geplant sind wir in Augusta vorbeigekommen, wo wir ein sehr schönes Cape/Kap/Kapp gesehen haben und anschließend an einer Tankstelle vom Fachmann unsere Reifen aufpumpen ließen, da wir nicht wissen wie viel Druck da eigentlich drauf soll. Er hat uns dann auch mal unser Lead-Replacement-Kit neu eingestellt.
Unser Auto war noch so konzipiert, dass es mit Lead (Blei) fährt, heutzutage gibt es allerdings nur noch Unleaded (Bleifrei), sodass wir ein eingebautes Gerät haben, was pro Liter Unleaded (Bleifrei) eine gewisse Menge Lead-Replacement (Blei-Ersatz) dazugibt.
Das Zeug ist relativ teuer, mit unserer Einstellung wäre es nach ca. 5 Metern leer gewesen, jetzt sollte es für 1000 Kilometer halten.



Unsere erste Nacht haben wir dann in Pemberton auf dem wohl schönsten Campingplatz bisher verbracht, direkt im Wald am Ufer eines kleinen plätschernden Baches.



Am nächsten Tag hatten wir ein richtiges Highlight vor uns: den Gloucester-Tree.
Um sich vor Waldbränden zu schützen bzw. sie frühzeitig zu erkennen und anschließend zu warnen, wurden in Wäldern die höchsten Bäume ausgewählt und in ihren Kronen wurden Aussichtsplattformen installiert, von denen man aus den Wald überblicken konnte. Erreichen konnte man diese über Metallstangen, die spiralförmig um den Baum herum angebracht wurden.
Die meisten dieser Bäume gibt es heute nicht mehr, einige stehen jedoch noch und laden jeden ein, sie zu erklimmen. Das ganze hört sich noch recht einfach an, die Bäume sind allerdings 60 Meter hoch, die Metallstangen ca. 40 Zentimeter weit auseinander und sonst existiert keinerlei Sicherung, außer einem groben, dünnen Netz an den Seiten, um seitliches Abrutschen zu vermeiden. Wer zwischen den Stangen hindurch fällt, der fällt.
Ich bin mir bis heute nicht ganz sicher wie ich es auf den Baum heraufgeschafft habe, aber irgendwie hat mir der Fakt, dass Lisa oben auf mich wartet und unter mir auf den Stangen noch Leute nachkommen ein wenig geholfen, zu dem habe ich meine Augen einfach nicht vom Baum gelassen. Wie auch immer, ich bin raufgekommen und nur runter war noch schlimmer. >.< Oben hatte man allerdings wirklich eine fantastische Sicht, die Mühe und die Qualen haben sich gelohnt. Wir haben heute übrigens immer noch Muskelkater in den Beinen, 60 Meter wollen erstmal bezwungen werden! Anschließend sind wir noch ein wenig im Nationalpark um den Baum herum spazieren gegangen, die Wälder sind echt sehr verschieden zu deutschen, so voller Leben und Geräusche. Ich glaube im Sauerland im Wald war es meistens sehr ruhig ...

Auf dem Weg zu unserem nächsten Nachtquartier ist Lisa dann gefahren, während ich diesen Eintrag vorbereitet habe. Irgendwann fing das Auto ein wenig an zu wackeln und wurde lauter, nach kurzer Zeit fiel uns auf: Uns ist ein Reifen geplatzt...
Blöde Sache, wir befanden uns grade mitten im Wald, auf der Alternativroute zum Highway und haben jetzt nicht so die praktische Erfahrung mit geplatzten Reifen.
War aber kein Problem, keine 2 Minuten später haben 2 Männer in Arbeitskleidung angehalten, sich das Ganze kurz angeguckt und mit unserem Werkzeug unseren Ersatzreifen eingebaut, unsere Radkappe gesucht und wieder eingesetzt und uns an den nächsten Reifenhändler ihres Vertrauens verwiesen. Hat keine 15 Minuten gedauert, die beiden wussten echt was sie taten.
Was uns jetzt ein wenig beruhigt: Wir haben, falls uns nochmal ein Reifen platzen sollte, alles dabei, um ihn zu wechseln.



Wir sind also sehr gemächlich, mit dem Ersatzreifen sollten wir nur 80km/h fahren, ins nächste Dorf gefahren und haben dort mit dem ortsansässigen Händler gesprochen. Er hatte leider nur Neureifen für $135 das Stück da, hat allerdings anderthalb Stunden für uns herumtelefoniert bis er dann endlich 2 gute gebrauchte für $44 jeweils aufgetrieben hatte. Waren die einzigen, die gebraucht zu finden waren und ausgerechnet in unserem nächsten Zielort verfügbar. Der Mann hat uns echt viel Geld gespart, viel von seiner Zeit investiert und wollte nicht mal was dafür haben, ist echt toll wie hilfsbereit die Australier sind!
Sehr glücklich, haben uns dann einen Campingplatz in einem Nationalpark ausgesucht, was nichts anderes bedeutet als mitten im Wald, und haben dort mit 2 Schweizern eine sehr entspannte Nacht verbracht.
Auf dem Weg in den Nationalpark sind knappe 100 Meter vor uns 2 Känguruhs über die Straße gehüpft, was für uns das Signal war: Jetzt aber runter von der Straße, normalerweise fahren wir um die Uhrzeit eh nicht mehr.



Am nächsten Tag haben wir noch auf dem Weg zu unseren Reifen Halt gemacht am Tree-Top-Walk , der im Gegensatz zu unserem Kletterabenteuer vom Vortag jedoch relativ bescheiden war, und in der Nähe von Denmark am Greens Pole und den Elephant Rocks, die wirklich bombastisch waren. Kristallklares Wasser, weißer Sand, traumhafte ... ach, ihr wisst schon was ich meine :-)



Nachmittags sind wir dann in Albany angekommen, haben als erstes unsere beiden Reifen gekauft, die wirklich noch sehr gut sind, beinahe neu. Anschließend wurden wir dann an eine Reifenwerkstatt verwiesen, die für $20 den kaputten Reifen und den ehemaligen Ersatzreifen von der Felge und die Neuen wieder auf die Felge gezogen haben, die beiden Alten für uns entsorgt haben und die vorderen Reifen nach hinten und die Neuen nach vorne montiert haben. Sehr günstig, versteh gar nicht wie die Geld machen, aber mir solls recht sein. Sind wir also bei $108 Kosten für die kleine Reifenpanne, das ist echt sehr in Ordnung.



Wo wir schonmal unser Auto ein wenig auf Vorderman bringen, können wir uns doch auch gleich noch um dieses Quietschen kümmern, was da neuerdings beim Rückwärtsfahren auftritt. Kurz in ner Werkstatt angehalten, der Mechaniker hat sichs angeguckt und meinte wenn wir Glück haben, würde es $200 kosten, wenns ein wenig unglücklicher läuft $430, wäre ein Problem mit dem Centre CV Joint (irgendwas mit/bei der Antriebswelle). Die Teile würden auch erst morgen rausgehen, am Wochenende hätte er geschlossen und er könnte das dann erst am Montag für uns machen. Das war dann wiedermal ein kleiner Schock für uns, haben einen Termin für den nächsten Tag gemacht um genau zu gucken was es ist und haben uns nen Campingplatz gesucht.
Die Frau an der Rezeption war sehr nett zu uns, hat uns direkt ein 3 Tage bezahlen, 4 Tage bleiben Angebot gemacht und sich um nen Mechaniker gekümmert der mal drüber guckt für ne zweite Meinung, hat uns dann nen Termin für den nächsten Morgen vor dem ersten Mechaniker organisiert.
Meinte anschließend, wenn wir wirklich für ein paar Tage hierbleiben, sollten wir nochmal mit ihr reden, sie wäre am nächsten Tag wieder da.

Wir sind dann am nächsten Morgen zu dem zweiten Mechaniker gefahren, der hat sich das Angeguckt und meinte am Centre CV Joint wäre nichts zu sehen, es wäre der Universal Joint, kostet $30 für nen neuen und $60 für die Arbeitszeit. Hurra, das hört sich doch schon gleich viel besser an, haben ne Stunde gewartet und sind anschließend mit 2 neuen Universal Joints (Universalgelenk? – vorne und hinten, sitzt an ner Stange und dreht die Reifen 8-)) und $120 weniger in der Tasche davongefahren, vom Quietschen nichts mehr zu hören.
Haben also $228 ins Auto investiert in den letzten beiden Tagen, zusammen mit den $165 für den PC haben wir in der letzten Woche ungeplant fast $400 ausgegeben. Sehr uncool!

Gestern haben wir uns dann die Zeit genommen und die Halbinsel Flinders Peninsula unter Albany angeschaut, das Walmuseum, auf das wir uns sehr gefreut haben, war mehr eine Gedenkstätte für die letzte Walfangstation Australiens und hatte überall einen negativen Unterton dem Walfangstopp gegenüber. Schade, war aber trotzdem sehr interessant und hatte echte Walskelette (ein Blauwalskelett mit 22m war schon sehr beeindruckend, vor allem weil das Tier noch lange nicht ausgewachsen war), die doch sehr ähnlich zu dem Delfinskelett aus Bunbury waren, nur ein wenig größer ;-)



Heute geht unsere Reise weiter nach Esperance, wo wir wahrscheinlich die Nacht verbringen und uns anschließend auf den langen Weg in Richtung Ceduna begeben, was ca. 2000km entfernt liegt und wo einfach nichts zwischen ist. Das Gebiet, durch das die Strecke läuft, nennt sich Nullabor und bedeutet in der Sprache der Aboriginis: Nichts. Sehr passend.
Im Verlauf der Strecke gibt es auch die längste grade Straße Australiens, um die 150km einfach nur gerade aus. Gerade. Ganz gerade.

Najo, wir melden uns wenn wir durch sind, jetzt geht es erst einmal nach Esperance, das ist nur schlappe 450km entfernt.

Die Bilder dieses Mal gibt es nur, weil wir hier im Camping Park eine Stunde Internet geschenkt bekommen haben, die wir komplett mit dem Hochladen der Bilder verbracht haben. Ist schwer, während unserer Fahrt kostenloses WLAN zu finden.
Wir versuchen uns regelmäßig zu melden, wenn nicht braucht ihr euch aber auch keine Sorgen zu machen, wir sind bestimmt nicht in ungeplanten Schwierigkeiten. =)